Archiv der Kategorie: Ernährung

Eisen – ein lebensnotwendiges Spurenelement

Eisen ist bei der Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin beteiligt und wird vom menschlichen Körper für den Stoffwechsel benötigt. Weil der Mensch es nicht selbst produzieren kann und jeden Tag durchschnittlich 1,5 Milligramm des Spurenelements verliert, muss er genügend davon mit der Nahrung aufnehmen. Doch etwa 30 Prozent aller Menschen leiden unter Eisenmangel. Einige Personengruppen sind besonders gefährdet.

Regelmäßige Versorgung mit Eisen

Als wichtiger Helfer für das Immunsystem und den Energiestoffwechsel ist das Spurenelement lebensnotwendig. Es wird u.a. dafür benötigt, um den Sauerstoff von der Lunge in die Zellen zu transportieren. Der menschliche Körper kann Eisen zwar einige Zeit speichern, trotzdem ist es wichtig, ihm regelmäßig genügend davon zur Verfügung zu stellen, denn erste Symptome einer Mangelversorgung treten erst relativ spät auf.

Tierische Lebensmittel als hohe Eisenlieferanten

Der Bedarf an Eisen ist unterschiedlich: Jungen zwischen 14 und 18 Jahren benötigen etwa 12 Milligramm am Tag, erwachsene Männer nur etwa 10 Milligramm. Der Bedarf von Frauen ist größer. Sie benötigen etwa 15 Milligramm pro Tag. Kinder, ältere Menschen und Leistungssportler benötigen generell mehr Eisen, ebenso Schwangere und Stillende. Der Mensch kann das Spurenelement besonders gut aus tierischen Lebensmitteln verwerten, weshalb gerade Vegetarier und Veganer eine potentielle Gefahrengruppe für Eisenmangel sind. Aber auch nach Operationen, Infektionen, Verletzungen oder Geburten kann Eisenmangel herrschen. Frauen, die eine besonders starke Regelblutung haben, sind ebenfalls häufig unterversorgt.

Vielfältige Symptome von Eisenmangel

Müdigkeit, Appetitlosigkeit, eine fahle und trockene Haut sowie Konzentrationsprobleme können Anzeichen von Eisenmangel sein. Die Symptome sind vielfältig, auch Kopfschmerzen, Schwindel und Kurzatmigkeit können vorkommen. Zunächst kann der Körper auf seine Eisenreserven zurückgreifen. Sind auch diese verbraucht, kann es zur Blutarmut (Eisenmangelanämie) kommen. Auch das so genannte Pisca-Syndrom kann bei einer mehrmonatigen Eisenmangelversorgung auftreten. Dabei verformen sich die Fingernägel und werden dünner, außerdem kommt es nachts zu Muskelkrämpfen in den Beinen. Ob ein Eisenmangel besteht, lässt sich nur durch eine Blutuntersuchung beim Arzt feststellen. Eine ausgewogene Ernährung beugt Eisenmangel am besten vor. Viel Eisen steckt z.B. in Fleisch, Vollkornprodukten, Gemüse wie Rote Beete, Spinat oder Champignons und in allen Hülsenfrüchten, also Bohnen, Erbsen und Linsen.

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Gesunde und ausgeglichene Ernährung

Um gesund, vital und leistungsfähig zu bleiben, benötigt der Mensch eine möglichst vielfältige und abwechslungsreiche Ernährung. Pflanzliche und tierische Produkte liefern dem Körper alles, was er zur optimalen Versorgung braucht. Alle Nahrungsmittel setzen sich aus verschiedenen Nähr- und Inhaltsstoffen zusammen. Hierbei handelt es sich um Kohlenhydrate, Fette und Proteine. Dazu kommen Vitamine, Mineralstoffe und Wasser. Der Mensch benötigt alle diese Nährstoffe, um keine Mangelerscheinungen zu erleiden.

Was braucht der Körper besonders und worin ist es enthalten?

Eiweiß befindet sich sowohl in tierischen wie auch in pflanzlichen Nahrungsmitteln. Fleisch, Fisch, Eier und Milch sind die Hauptlieferanten von tierischem Eiweiß. Bohnen und andere Hülsenfrüchte sind außerdem wichtige pflanzliche Eiweißträger.
Kohlenhydrate versorgen den Körper mit der notwendigen Energie. Man findet sie hauptsächlich in Form von Stärke in Getreidearten und Kartoffeln. Im Obst und im Honig stellen sie sich als Fruchtzucker und Traubenzucker dar und im Zuckerrohr und der Zuckerrübe als Saccharose. Auch in Milch und Milcherzeugnissen befindet sich mit dem Milchzucker eine Zuckerart.
Vitamine findet man hauptsächlich in allen Obst- und Gemüsesorten, aber auch im Fisch, in Fleisch und Innereien, in Eiern, in manchen Pflanzenölen und im Reis.
Die Mineralstoffe sind eingeteilt in Mengenelemente und Spurenelemente. Mengenelemente sind zum Beispiel Natrium, Kalzium, Magnesium und Kalium. Spurenelemente sind unter anderem Eisen, Chrom, Zink und Jod.

Die Waage zwischen Mangel und zu viel des Guten

Alle Körperfunktionen wie der Zellaufbau, die Blutbildung, der Knochenbau und der Knochenwuchs sind auf eine ausreichende Versorgung mit all diesen Nährstoffen angewiesen. Fehlt dem Körper beispielsweise Eisen, so wirkt sich das auf die Blutbildung aus. Fehlt dem Körper das Spurenelement Zink, so leidet darunter der Wuchs von Haaren und Nägeln und die optimale Versorgung der Haut. In früheren Zeiten kannte man diese Zusammenhänge noch nicht. So litten vorwiegend Seefahrer durch eine Unterversorgung mit Vitamin C an der Mangelkrankheit Skorbut. Da monatelang kein frisches Obst und Gemüse zur Verfügung stand, wiesen die Seeleute Symptome auf wie starkes Zahnfleischbluten, schlechte Wundheilung und Muskelschwund. Eine weitere klassische Mangelerscheinung ist die Rachitis. Wenn dem Menschen Vitamin D und Kalzium fehlen, leidet darunter der Knochenbau und die Zähne.
Aber auch ein Zuviel an Vitaminen und Mineralstoffen kann dem Körper schaden. So steigt bei zu hohen Mengen an Vitamin A die Gefahr von Knochenbrüchen, Vitamin D und E kann zu Erbrechen, Übelkeit und Kopfschmerzen führen und auch beim Vitamin C können zu große Mengen abführend wirken. Eine ausgeglichene und vielseitige Ernährung ist daher besonders wichtig für die Gesundheit.

 

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Vegan vs. vegetarisch vs. Fleisch

Vegan lebende Menschen nutzen überhaupt keine tierischen Produkte: weder Eier, Fleisch, Milchprodukte, noch Leder und Wolle – eben alles was vom Tier stammt. Damit gehen sie noch einen Schritt weiter als Vegetarier, die sich zwar ohne Fleisch, aber zum Teil mit Eiern oder Milchprodukten ernähren und auch Leder und Wolle verwenden.

Warum sind manche Menschen Vegetarier?

Es gibt verschiedene Gründe warum Menschen sich nicht nur vegetarisch ernähren, sondern auch so leben –  denn vegetarisch zu sein ist meist mehr als nur eine Ernährungsgewohnheit sondern eine umfassende Lebenseinstellung.
Für manche Menschen zählen weltanschauliche Gründe, weil sie das Töten der Tiere als unmoralisch ansehen. Manchen schmeckt Fleisch auch ganz einfach nicht. Oder man lehnt tierische Produkte ab, weil deren Verzehr als nicht gesund empfunden wird. Es gibt aber auch Menschen, die mit der Haltung von Tieren in den Schlachtbetrieben nicht einverstanden sind und daher auf Fleisch verzichten – diesen steht jedoch offen, sich beim Bauern des Vertrauens mit Fleisch aus artgerechter Haltung zu versorgen.

Ist die vegetarische Ernährung gesünder?

Exzessiver Fleischgenuss steht im Verdacht, verschiedene Krankheiten zu begünstigen, so zum Beispiel Gicht, Herz- und Kreislaufkrankheiten, Diabetes und Übergewicht. Grundsätzlich muss man also kein Fleisch oder tierische Produkte verzehren, um sich gesund zu ernähren. Denn alle Nährstoffe sind normalerweise auch in Pflanzenkost enthalten. Außerdem ist bei einer pflanzlichen Vollwerternährung das Risiko einer Überernährung geringer, da Pflanzenkost von Natur aus weiniger kalorienhaltig ist. Unter Umständen kann jedoch eine Mangelernährung auftreten – so zum Beispiel, wenn man als Sportler oder Schwangere mehr Nährstoffe braucht als normal. Dann kann es zu einer Unterversorgung mit Calcium, Vitamin D und Vitamin B12 oder Eisen kommen, welches man aber durch Nahrungsergänzungsmittel gesondert zuführen kann.

Grundsätzlich gilt der Ansatz der vollwertigen Ernährung als gesündester Lebensstil – ob mit oder ohne Fleisch. Lieber von allem ein wenig essen, als von einem zu viel – dass trifft neben Fleisch natürlich auch auf Fett und Zucker zu – wovor Vegetarier oder Veganer nicht automatisch gefeit sind. Keine der drei Ernährungsgewohnheiten kann man als “die gesündeste” küren, da alle ihre Vor- und Nachteile haben. Im Endeffekt kommt es auf jede Person einzeln an – ihre speziellen Anschauungen, den persönlichen Geschmack und die Vorlieben und das eigene gesundheitliche Wohlergehen.