bewegungsmangel

Der Bewegungsmangel im Alltag und seine Folgen

Viele Menschen machen es sich im Alltag gerne leicht. Teilweise wird jede übermäßige Anstrengung außerhalb des Berufs vermieden – so wird der Fahrstuhl der Treppe vorgezogen und als Ausgleich am Ende des Tages wird nicht gejoggt, sondern ferngesehen. Doch was sind die Folgen dieser Bequemlichkeit?

Die Bedeutung des Laufens für den Körper

Der Mensch lebte noch vor wenigen Jahrtausenden als Jäger und Sammler und legte jeden Tag mehrere Kilometer zu Fuß zurück. Dementsprechend hat sich auch unser Skelett und unsere Muskeln entwickelt. Dass also jetzt zu viel Bequemlichkeit in Kombination mit einer ungesunden Ernährung zu Übergewicht, Muskelabbau, Nacken- und Gelenkschmerzen führt, ist rein biologisch gesehen nicht verwunderlich. Weitestgehend unbekannt ist dagegen, welche fatalen Auswirkungen das stundenlange Sitzen im Büro und zu Hause auf den menschlichen Körper hat: Unser Organismus verlangt danach, zu laufen. Der gesamte menschliche Stoffwechsel baut darauf auf, lange Strecken zurückzulegen. Dies erscheint logisch, denn einen Kühlschrank oder Supermarkt gab es in der Steinzeit nicht. Die Genetik der gesamten menschlichen Population verändert sich im Laufe der Zeit nur minimal, sodass unser Stoffwechsel noch immer funktioniert wie in der Steinzeit. Neueste wissenschaftliche Studien zeigen nun, dass der Stoffwechsel von Einzelpersonen sich bei zu viel Untätigkeit stark verändert: Ihr Körper neigt nicht nur vermehrt zu Übergewicht, sondern auch zu typischen „Volkskrankheiten“: Krebs, Diabetes, Bluthochdruck.

Mit Bewegung den Körper auf Touren bringen

Rund um den Globus sterben jedes Jahr rund 35 Millionen Menschen an den Folgen von Krankheiten, die auf Übergewicht zurückzuführen sind – im Vergleich dazu sterben „nur“ 3,5 Millionen Raucher jährlich an Lungenkrebs & Co.
Wer sich viel bewegt, ist seltener von Diabetes und Bluthochdruck betroffen. Logisch also, dass es Sinn macht, regelmäßig Sport zu treiben. Empfehlenswert ist es zu laufen, Rad zu fahren oder zu schwimmen – drei Einheiten à 30 Minuten pro Woche zeigen bereits einen positiven Effekt. Doch das allein reicht auf Dauer nicht aus: Vielmehr ist es notwendig, dass der gesamte Alltag umgekrempelt wird. Als Faustregel gilt, dass täglich 10.000 Schritte gegangen werden sollten – das heißt, lieber mal die Treppe statt den Aufzug nehmen, Gespräche mit den Kolllegen nicht am Telefon sondern direkt abhalten und das Auto vielleicht mal nicht direkt neben der Eingangstür parken. Auch für kleinere Wege, wie der Gang zur Post, muss man nicht immer das Auto nehmen.

„Wer rastet, der rostet“ – das haben bereits unsere Großeltern erkannt. Dieses Sprichwort scheint sich in der heutigen Zeit zu bewahrheiten. Man ist zwar nicht immun gegen Diabetes & Co., ist jedoch auf dem besten Weg zu einem besseren Körpergefühl voller Jugendlichkeit, physischer und geistiger Frische und Vitalität.

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